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Sonoc de las TunasTanzhaus NRW, Düsseldorf, 20. 3. '99
Für ein Sextett erzeugt Sonoc einen überraschend vollen Sound: Um den Sänger Jorge Luis Suárez gruppiert sich eine starke Percussion-Sektion (er selber an Maracas, Campana, Clave oder Güiro, Edilberto Carlos Agüero und Manuel Alejandro Larramendy an Conga, Bongó und Tambora), ein Saxophon (Julio César Carballosa), der Baß (Gilberto Portilla, Leiter der Gruppe) und Keyboards bzw. Tres (Eisbel Luis Vargas). Fast jeder der Musiker hatte während der zwei Sets Gelegenheit, sein Können an verschiedenen Instrumenten zu beweisen; am Gesang waren alle beteiligt. Musikalischer Höhepunkt war sicher der kurze Auftritt des in den Staaten lebenden Perkussionisten John Santos: Bei einer extralangen Version von "Margarita" (der Managerin von Sonoc, Margarita Cantero gewidmet) hatte er reichlich Gelegenheit, sein Können an der Conga zu zeigen. Den Abschluß seines Auftritts bildete ein atemberaubender Dialog mit Edilberto Carlos Agüero, ebenfalls an der Conga. Genau solch einen Moment hatte ich beim Victor Manuelle Konzert in Amsterdam (s. Bericht) vermißt! Nach zwei Sets von jeweils ca. einer Stunde war das Publikum in bester Stimmung und verzögerte mit viel Applaus und "Otra! Otra!" - Rufen den Feierabend der Band: Es gab noch zwei Zugaben - für kubanische Gruppen, in deren Heimat Zugaben nicht üblich sind, eine Besonderheit. Leider wurden die schönen Räumlichkeiten des Tanzhaus NRW nach Ende des Auftrittes schnell leer, so daß nur noch ein recht kleines Grüppchen Salseros blieb, zu denen sich später auch die Band gesellte. So blieb mir nach einem schönen Abend in Düsseldorf noch Zeit genug, nach der Heimfahrt ein paar Tänze im Aachener Westbahnhof mitzunehmen.
Alle Konzertberichte geben persönliche Meinungen wieder.
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